Kreatives

Meine Entwicklung zur großen Pflanze aus einer kleinen Bohne

Plötzlich wurde es ganz nass um mich herum. Überall war Wasser und dieses begann ich in ich aufzusaugen. Ich wurde immer dicker und dicker. Ich war verwirrt. Ist es denn normal, durch ganz viel Wasser um einen herum ganz dick zu werden? Als ich mich dann fühlte, als würde ich gleich platzen, sah ich bloß noch Erde um mich herum. Alles war braun und klumpig. So eine ungewohnten Umgebung so zwischen braunen, kleinen Klümpchen. Da war überhaupt kein Licht, bloße Dunkelheit…
Die nächsten Tage wurde ich, oder wohl eher die Erde, unter der ich begraben war, mit einer Menge Wasser beschüttet. Doch, ob das mit dem Wasser gut oder schlecht gemeint war, da war ich mir noch nicht so genau sicher.
In der nahen Zukunft spürte ich, dass sich etwas in mir veränderte. Es war nichts Gewohntes, sondern so fremd. Ich, ich spürte da wuchs etwas aus mir heraus, aber jetzt nicht irgendwie so ein blödes Gefühl oder so… Sondern ein kleiner, grüner Stängel der sich Richtung Oberfläche neigte, zumindest war er damals noch klein.
Ich merkte jeden Tag mehr, wie dieser kleine grüne Stängel mich Stück für Stück Richtung Sonnenlicht brachte. Und dieser noch kleine Stängel wuchs immer mehr und auch noch schneller. Ich hätte nie gedacht das etwas das aus mir heraus wuchs Mal so schnell größer wurde und auch noch so groß war mich mit nach oben zu ziehen. Mein erster Gedanke war nur: „Endlich wieder Sonnenlicht, nach so einer langen Zeit.“ Dieser Stängel, der sich schon im Boden festgesetzt hat und mich immer weiter Richtung Sonnenlicht zog, wuchs immer weiter und weiter, sodass ich eines Tages endlich wieder das Sonnenlicht erreichte. Vorher hatte ich noch eine Schale, von der ich mich verabschieden musste, doch das war der Beginn eines ganz neuen Abschnittes!
Von diesem Tag an wuchs der Stängel an mir immer weiter und ich war an der Spitze des Stängels. Was für ein Unterschied, vorhin noch unten in der düsteren Erde und nun weit oben am Sonnenlicht. Meine Keimblätter streckten sich auseinander und meine ersten Blätter waren „fertig“, also einsatzbereit für die Fotosynthese. Somit hatten meine Keimblätter ihren Job erfüllt und vertrockneten in der nächsten Zeit, sodass sie schon sehr bald abfielen. Ich konnte meine Energie nun selbst durch Fotosynthese herstellen. Ich fand nach kurzem einen Rhythmus: An mir wuchsen Blätter, die nach einer Zeit vertrocknen und abfallen und das dann immer wieder von vorne, nebenbei wuchs ich zu einer sehr großen Pflanze heran und bekam nach langer Zeit auch meine ersten Blüten. An mir wuchsen auch noch kleine Böhnchen, die immer weiter wuchsen und bloß darauf warteten, auch Mal eine große Pflanze zu werden…