Georg Forster

Unsere Schule trägt den Namen Georg-Forster-Gymnasium, aber wer war denn überhaupt Georg Forster?

Der deutsche Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller und Revolutionär Johann Georg Adam Forster, lebte in der Zeit der Aufklärung und war eine der ersten Vertreter der Reiseliteratur. Nebenbei war auch Übersetzer, Journalist und Essayist.

Forster wurde am 27. November 1954 in Nassenuben geboren und starb am 10.Januar 1794 in Paris mit nur 39 Jahren.

Schon als kleines Kind hat ihn sein Vater Johann Reinhold Forster, welcher selbst ein leidenschaftlicher Naturkundler war, mit auf die Reise nach Russland und London. Durch den Unterricht seines Vaters entwickelte Forster eine Neigung zur Naturkunde, wie sein Vater sie hatte. In London begleiten die beiden Captain James Cook auf der “HMS Resolution” auf seiner zweiten Weltumseglung. Während dieser drei Jahre und 18 Tage, in denen er um die Welt gereist ist, verfasste er sein 1000 seitiges Buch “Reise um die Welt”, das viel Beachtung geschenkt bekommen hat und ihn mit einem Schlag berühmt machte. In dieser Zeit erkundeten sie vor allem die südliche Halbkugel und auch die Antarktis, die zu dieser Zeit sehr unerforscht war. Er und sein Vater verfassten Schriften zu den unterschiedlichsten Pflanzen und Tieren. Mit 24 wird er zum Professor der Naturgeschichte, obwohl er selbst nicht studiert hatte. Zuerst lehrte er in Kassel, später dann im litauischen Wilna. Jedoch merkte er früh, dass ihm das Lehren nicht liegt.

1790 schließt er sich Alexander von Humboldt zu einer erneuten längeren Reise an. In dieser Zeiten verfasste er seine “Ansichten vom Niederrhein”, welche vor allem Zeugnisse der französischen Revolution darboten. Nach dem er zurück nach Mainz kehrte, wird er ein wichtiges Teil der “Mainzer Republik” und reist nach Paris, um die Angliederung an Frankreich zu beantragen. Er war davon überzeugt, dass alle Menschen von Natur aus gleich waren, in einer Zeit, in der man an der Idee von unterschiedlichen “Menschenrassen” hing. Jedoch zerschlugen preußische Truppen den Traum einer Demokratie in Deutschland und Forster konnte nicht zurück und lebte fortan im Pariser Exil.

Das Leben war nicht immer gut zu ihm, mit vielen Rückschlägen und zum Ende hin, verlor er jegliche Hoffnung und starb krank, arm und allein in Paris.

Lange Zeit wurde Georg Forster als Landesverräter gesehen und seine Werke wurden komplett vernachlässigt. Erst später wurde seine Literatur anerkannt und er selbst als ein “weltoffener, revolutionärer Denker” bezeichnet.

Quellen:

https://www.deutschlandfunk.de/vor-225-jahren-gestorben-georg-forster-weltreisender-und.871.de.html?dram:article_id=437919, zuletzt abgerufen am 5.2.2020

http://gaebler.info/ahnen/paul/johannes-forster.htm , zuletzt abgerufen am 5.2.2020