{"id":560,"date":"2021-09-27T12:19:29","date_gmt":"2021-09-27T12:19:29","guid":{"rendered":"http:\/\/forstersreise.de\/?p=560"},"modified":"2021-10-28T16:20:19","modified_gmt":"2021-10-28T16:20:19","slug":"das-gelbliche-blatt-im-aktenordner","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/forstersreise.de\/?p=560","title":{"rendered":"Das gelbliche Blatt im Aktenordner"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich trank die Kaffeetasse aus. Schluck f\u00fcr Schluck. Und stellte sie neben  den Rechner. Der erste Moment am Tag, an dem ich purer Stille lauschte. Doch mit dieser war es schnell vorbei.<br>Meine  Chefin, Frau Superschlau, st\u00fcrmte in mein B\u00fcro als w\u00fcrde jemand Amok laufen. Sie warf mir total unn\u00f6tige Dinge vor den Kopf, wie &#8220;Sie sind der unverantwortlichste Mitarbeiter aller Zeiten&#8221; oder &#8220;Wenn ich den neuen Bauauftrag nicht in zwei Minuten auf dem Tisch habe, sind Sie gefeuert&#8221; und noch unglaublich viel Weiteres, das mir einfach nur Zeit zum Arbeiten raubte. Den von ihr geforderten Bauauftrag legte ich ihr jedoch noch am selben Tag auf den Tisch und auch wenn es keine zwei Minuten sp\u00e4ter waren, wurde ich nicht gefeuert, zumindest noch nicht.<br><br>Pl\u00f6tzlich bemerkte ich ein leicht gelblich gef\u00e4rbtes Blatt in meinem pers\u00f6nlichen Aktenordner. Mir war klar, dass es vorhin noch nicht im Ordner lag, doch wie ist es dorthin gekommen, oder wer hat es dort hinein gelegt? Wollte mir meine Chefin die K\u00fcndigung so mitteilen, damit es noch schmerzhafter wird f\u00fcr mich wurde? Oder liegt dort die Best\u00e4tigung meiner Bef\u00f6rderung und dass ich nach Dubai ziehe, um dort die Leitung des Unternehmens zu \u00fcbernehmen? Fragen \u00fcber Fragen. Doch diese lie\u00dfen sich ganz einfach damit beantworten, den Zettel zu lesen und somit die Wahrheit zu kennen. Mir zog der Frost \u00fcber den R\u00fccken, als ich ganz langsam den Zettel aus dem Ordner nahm. Ich war unglaublich aufgeregt und war mir noch immer nicht sicher, ob es richtig war, ihn zu lesen. Nach langem Z\u00f6gern nahm ich das Blatt in die Hand und las es voller Angst. Mir blieb das Herz stehen. Pl\u00f6tzlich klingelte mein Handy wie wild. Eine unbekannte Nummer und  ich nahm ab. Was mir gesagt wurde,  w\u00fcrde mein Leben komplett ver\u00e4ndern, das wusste ich.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920-1024x646.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-644\" width=\"361\" height=\"228\" srcset=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920-1024x646.jpg 1024w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920-300x189.jpg 300w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920-768x484.jpg 768w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920-1536x969.jpg 1536w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/aircraft-1362586_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br>Ich nahm das n\u00e4chste Taxi zu mir nach Hause. Dort packte ich in Blitzesschnelle meinen Koffer und buchte mir einen Platz im n\u00e4chsten Flugzeug nach Dubai, zum Gl\u00fcck konnte ich den letzten freien Platz ergattern und mir war egal, wie teuer das Ticket sein w\u00fcrde, Hauptsache ich komme schnellstm\u00f6glich nach Dubai. Der n\u00e4chste Flug ging am n\u00e4chsten Morgen um neun Uhr, am Flughafen musste ich jedoch schon um sechs Uhr sein, um meinen Koffer abzugeben und anderes.<br>Nach dem wir in Irland einen Zwischenstop gemacht hatten, lernte ich einen freundlichen alten Herren im Flugzeug kennen, der in Dubai seinen Sohn sehen wollte und irgendwie erinnerte er mich an mich selbst. Wir unterhielten uns \u00fcber allgemeine Sachen, wie Hobbys und anderes. Er erz\u00e4hlte mir auch viel \u00fcber seine Jugend und dass er einen Sohn h\u00e4tte, den er in Dubai zum ersten Mal treffen w\u00fcrde. Er sagte, das einige, was er von seinem Sohn h\u00e4tte, w\u00e4re seine Telefonnummer. Kein Bild, kein nichts. Ich fragte nach und er sagte, seine damalige Frau sei kurz vor der Trennung schwanger geworden und h\u00e4tte ihm dies verheimlicht, erst vor Kurzem habe er davon erfahren und hat seinen Sohn kontaktiert, um ihn in Dubai zu treffen. &#8220;Wow&#8221;, dachte ich blo\u00df, denn wie kann man jemandem verheimlichen, dass er einen Sohn hat? Der Flug war ein wenig turbulent, da immer wieder starke Turbulenzen das Flugzeug zum Sinken brachten. Als  der halbe Flug vor\u00fcber war, begann das Flugzeug heftig zu schwanken und genauso schwankte mein Magen mit. Zum Gl\u00fcck gab mir noch kurz vor knapp eine Stewardess einen Eimer und der freundliche alte Mann neben mir ging den Eimer leeren. Als wir endlich gelandet waren, konnte man mir die Erleichterung ansehen, nicht mehr in diesem wackelndem Flugzeug zu sitzen. Der pure  Horror f\u00fcr jeden Reisekranken.  <br>Ich buchte mir ein Hotelzimmer in einem normal teurem Hotel etwas au\u00dferhalb der Stadt, weil ich ja auch kein Million\u00e4r bin, dass ich mir eines in der Innenstadt leisten k\u00f6nnten. In Dubai sind die Hotels einfach nur \u00fcberteuert!<br>Ich ging an die Rezeption und klingelte. Ich wartete und wartete auf jemanden der mir meinen Zimmerschl\u00fcssel gibt. Ich stand da schon 10  Minuten und es kam immer noch keiner! Meine Geduld neigte sich dem Ende zu und ich begann sauer zu werden. Ich klingelte noch  ein paar Mal, bis ich laut sagte: \u201eWenn hier niemand seinen Job macht, werde ich wohl den Besitzer des Hotels mit einbeziehen.\u201c Um den Angestellten Druck zu machen. Und das klappte auch, denn jemand kam aus dem Hinterzimmer. Eine dunkle Gestalt mit schwarzem Umhang und einem Sonnenschirm. Mein erster Gedanke war: &#8216;&#8221;Gibt es in Dubai Vampire?&#8221; Das konnte ich aber nicht laut fragen, denn dann w\u00fcrden die anderen denken, ich h\u00e4tte einen Schaden. Als die Gestalt mir n\u00e4her kam, konnte ich jemanden erkennen. Es war ein gro\u00dfer, schlanker und schwarz gekleideter Mann mit Sonnenbrille. Mir lief es kalt den R\u00fccken runter. Er fragte mit hochdeutschem Akzent: &#8220;Wie kann ich Ihnen helfen?\u201c Ich stotterte: &#8220;Ich br\u00e4uchte meinen Zimmerschl\u00fcssel.\u201c Mit zitternder Hand nahm ich ihn entgegen und verschwand schnellstens in mein Zimmer.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/dubai-256585_1920-1024x639.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-645\" width=\"358\" height=\"222\" srcset=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/dubai-256585_1920-1024x639.jpg 1024w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/dubai-256585_1920-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br><br>Am n\u00e4chsten Morgen wollte ich hinaus um die Stadt ein wenig zu erkunden. Ich sah viele Sehensw\u00fcrdigkeiten, wie die Dubai Fountain oder die Dubai Mall. Mir wurde da erst klar, wie atemberaubend sch\u00f6n Dubai eigentlich ist. Mir gefiel die Kultur und das in Dubai die verschiedensten Menschen zusammen kommen auch ziemlich gut. Eine wundersch\u00f6ne Stadt!<br><br>Nach meinem sch\u00f6nem  Spaziergang ging ich zur\u00fcck ins Hotel um mich auf den aufregendsten Moment in meinem Leben vorzubereiten und mich schick zu machen. Dann verlie\u00df ich das Hotel mit dem Gedanken, dass ich als jemand anderer zur\u00fcck k\u00e4me. Mein Puls stieg und mein Herz raste f\u00f6rmlich. Dann stand ich da, voller Vorfreude meinen Vater zum ersten Mal in meinem Leben kennen zu lernen. Auf dem gelblichem Blatt stand sein Name und das er hier wohnen w\u00fcrde. Kurz nachdem ich den Zettel las, rief er mich an und sagte, er w\u00fcrde im Umzug nach Dubai stecken und dass er zu diesem Zeitpunkt noch in Irland lebe. Ich fragte ihn, wann er nach Dubai reise, damit  ich ihn dort treffen k\u00f6nnte. Seine Antwort lautete, er fliege am n\u00e4chsten Tag und somit gingen meine Reisepl\u00e4ne los, um am n\u00e4chsten Tag auch dort zu seien.<br><br>Die vereinbarte Zeit war gekommen. Ich wartete auf ihn und wartete.<br>Beim Warten konnte ich den alten Mann aus dem Flugzeug entdecken. Ich ging zu ihm und begr\u00fc\u00dfte ihn freundlich. Es ist echt ein gro\u00dfer Zufall gewesen, dass ich ihn genau jetzt in so einer gro\u00dfen Stadt wie Dubai wieder sah. Ich fragte ihn, wie es ihm ginge und warum er genau  dort war, wo ich war. Seine Antwort war: &#8220;Ich bin hier, um meinen Sohn zu treffen, wir hatten am Telefon ausgemacht, uns hier zu treffen und uns kennen zu lernen.\u201c Wow dachte ich mir, wir trafen uns zur gleichen Zeit am gleichen Ort mit einem Verwandten, den wir noch nie sahen. \u201eDas ist ja ein Zufall\u201c, rutschte da aus mir heraus. \u201eWas ist ein Zufall?\u201c, fragte er misstrauisch nach. \u201eEhm, ich meine es ist ein  Zufall, dass sie hier zum ersten Mal Ihren Sohn sehen und ich hier zum ersten Mal meinen Vater treffe und keine von unseren Verabredungen p\u00fcnktlich aufgetaucht ist. Finden Sie nicht, dass es ein wenig merkw\u00fcrdig ist?\u201c, hinterfragte ich frech. \u201eNein! Mein Sohn steckt bestimmt im Stau und meldet sich jeden Moment bei mir! Wissen Sie was, ich ruf ihn jetzt an!\u201c Es wurde still und man h\u00f6rte blo\u00df das Klingeln eines Handys. Meines  Handys! Ich schaute aufs Handy und zeigte dem alten Mann das Display und die eingeblendete Nummer. Der Mann fiel beinahe um! Er fl\u00fcsterte: &#8220;Nein, nein\u2026 Das kann nicht sein. Das ist ein Missverst\u00e4ndnis und ich habe mich vertippt! Auf keinen Fall\u2026 Das kann nicht sein&#8230;\u201c \u201eAnscheinend schon, Papa&#8230;\u201c, kam da aus mir mit gef\u00fchlvoller Stimme heraus und ich umarmte ihn ganz fest, \u201eEndlich habe ich dich gefunden\u201c und er umarmte mich auch. Das erste Mal, seitdem Mama starb, wurde die Leere, die ich empfand, gef\u00fcllt. Ich habe meinen Vater gefunden! Ich war einfach \u00fcbergl\u00fccklich, sodass ich es nicht in Worte fassen konnte, wie ich mich f\u00fchlte. Voller Gl\u00fcck, Freude und Euphorie. Ich h\u00e4tte vor Gl\u00fcck schreien, tanzen und singen k\u00f6nnen, so  gl\u00fccklich war ich.<br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-646\" width=\"316\" height=\"211\" srcset=\"http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920-300x200.jpg 300w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920-768x512.jpg 768w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920-1536x1024.jpg 1536w, http:\/\/forstersreise.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/people-3860250_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br>Nachdem wir unser Gl\u00fcck voll aussch\u00f6pften gingen  wir ein Eis essen und erz\u00e4hlten uns, wer wir sind, was wir m\u00f6gen und was eher nicht, ob man den anderen vor dem Fr\u00fchst\u00fcck ansprechen sollte und ob man Haustiere hat, beziehungsweise m\u00f6chte und noch so andere Sachen, die ich als Sohn und er als Vater wissen sollte.<br>Es kam mir noch immer so fremd vor, jemanden mit \u201ePapa\u201c anzusprechen, da ich so etwas noch nie  tat. Es war ein unbeschreibliches Gef\u00fchl, von jetzt auf gleich einen Vater zu haben, den ich sah, aber nicht wusste, dass er es war, den ich zum ersten Mal im Flugzeug sah und der mich als im Flugzeug als brechenden Mann wahrnahm! Schon eine etwas eigenartige erste Begegnung, aber zumindest wusste er nun, dass man immer einen Eimer mithaben sollte, falls es bei mir kritisch wird, was ungef\u00e4hr bei 100 Prozent der Fl\u00fcge passierte.<br><br>Nach unserem Kennenlerntreffen gingen wir in sein neues Haus in Dubai und planten und planten, doch was die Zukunft f\u00fcr uns wohl bringen mochte, das wussten bisher blo\u00df die Sterne\u2026<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich trank die Kaffeetasse aus. Schluck f\u00fcr Schluck. Und stellte sie neben den Rechner. Der erste Moment am Tag, an dem ich purer Stille lauschte. Doch mit dieser war es schnell vorbei.Meine Chefin, Frau Superschlau, st\u00fcrmte in mein B\u00fcro als w\u00fcrde jemand Amok laufen. Sie warf mir total unn\u00f6tige Dinge vor den Kopf, wie &#8220;Sie sind der unverantwortlichste Mitarbeiter aller Zeiten&#8221; oder &#8220;Wenn ich den neuen Bauauftrag nicht in zwei Minuten auf dem Tisch habe, sind Sie gefeuert&#8221; und noch unglaublich viel Weiteres, das mir einfach nur Zeit zum Arbeiten raubte. Den von ihr geforderten Bauauftrag legte ich ihr jedoch noch am selben Tag auf den Tisch und auch wenn es keine zwei Minuten sp\u00e4ter waren, wurde ich nicht gefeuert, zumindest noch nicht. Pl\u00f6tzlich bemerkte ich ein leicht gelblich gef\u00e4rbtes Blatt in meinem pers\u00f6nlichen Aktenordner. Mir war klar, dass es vorhin noch nicht im Ordner lag, doch wie ist es dorthin gekommen, oder wer hat es dort hinein gelegt? Wollte mir meine Chefin die K\u00fcndigung so mitteilen, damit es noch schmerzhafter wird f\u00fcr mich wurde? Oder liegt dort die Best\u00e4tigung meiner Bef\u00f6rderung und dass ich nach Dubai ziehe, um dort die Leitung des Unternehmens zu \u00fcbernehmen? Fragen \u00fcber Fragen. Doch diese lie\u00dfen sich ganz einfach damit beantworten, den Zettel zu lesen und somit die Wahrheit zu kennen. Mir zog der Frost \u00fcber den R\u00fccken, als ich ganz langsam den Zettel aus dem Ordner nahm. Ich war unglaublich aufgeregt und war mir noch immer nicht sicher, ob es richtig war, ihn zu lesen. Nach langem Z\u00f6gern nahm ich das Blatt in die Hand und las es voller Angst. Mir blieb das Herz stehen. Pl\u00f6tzlich klingelte mein Handy wie wild. Eine unbekannte Nummer und ich nahm ab. Was mir gesagt wurde, w\u00fcrde mein Leben komplett ver\u00e4ndern, das wusste ich. Ich nahm das n\u00e4chste Taxi zu mir nach Hause. Dort packte ich in Blitzesschnelle meinen Koffer und buchte mir einen Platz im n\u00e4chsten Flugzeug nach Dubai, zum Gl\u00fcck konnte ich den letzten freien Platz ergattern und mir war egal, wie teuer das Ticket sein w\u00fcrde, Hauptsache ich komme schnellstm\u00f6glich nach Dubai. Der n\u00e4chste Flug ging am n\u00e4chsten Morgen um neun Uhr, am Flughafen musste ich jedoch schon um sechs Uhr sein, um meinen Koffer abzugeben und anderes.Nach dem wir in Irland einen Zwischenstop gemacht hatten, lernte ich einen freundlichen alten Herren im Flugzeug kennen, der in Dubai seinen Sohn sehen wollte und irgendwie erinnerte er mich an mich selbst. Wir unterhielten uns \u00fcber allgemeine Sachen, wie Hobbys und anderes. Er erz\u00e4hlte mir auch viel \u00fcber seine Jugend und dass er einen Sohn h\u00e4tte, den er in Dubai zum ersten Mal treffen w\u00fcrde. Er sagte, das einige, was er von seinem Sohn h\u00e4tte, w\u00e4re seine Telefonnummer. Kein Bild, kein nichts. Ich fragte nach und er sagte, seine damalige Frau sei kurz vor der Trennung schwanger geworden und h\u00e4tte ihm dies verheimlicht, erst vor Kurzem habe er davon erfahren und hat seinen Sohn kontaktiert, um ihn in Dubai zu treffen. &#8220;Wow&#8221;, dachte ich blo\u00df, denn wie kann man jemandem verheimlichen, dass er einen Sohn hat? Der Flug war ein wenig turbulent, da immer wieder starke Turbulenzen das Flugzeug zum Sinken brachten. Als der halbe Flug vor\u00fcber war, begann das Flugzeug heftig zu schwanken und genauso schwankte mein Magen mit. Zum Gl\u00fcck gab mir noch kurz vor knapp eine Stewardess einen Eimer und der freundliche alte Mann neben mir ging den Eimer leeren. Als wir endlich gelandet waren, konnte man mir die Erleichterung ansehen, nicht mehr in diesem wackelndem Flugzeug zu sitzen. Der pure Horror f\u00fcr jeden Reisekranken. Ich buchte mir ein Hotelzimmer in einem normal teurem Hotel etwas au\u00dferhalb der Stadt, weil ich ja auch kein Million\u00e4r bin, dass ich mir eines in der Innenstadt leisten k\u00f6nnten. In Dubai sind die Hotels einfach nur \u00fcberteuert!Ich ging an die Rezeption und klingelte. Ich wartete und wartete auf jemanden der mir meinen Zimmerschl\u00fcssel gibt. Ich stand da schon 10 Minuten und es kam immer noch keiner! Meine Geduld neigte sich dem Ende zu und ich begann sauer zu werden. Ich klingelte noch ein paar Mal, bis ich laut sagte: \u201eWenn hier niemand seinen Job macht, werde ich wohl den Besitzer des Hotels mit einbeziehen.\u201c Um den Angestellten Druck zu machen. Und das klappte auch, denn jemand kam aus dem Hinterzimmer. Eine dunkle Gestalt mit schwarzem Umhang und einem Sonnenschirm. Mein erster Gedanke war: &#8216;&#8221;Gibt es in Dubai Vampire?&#8221; Das konnte ich aber nicht laut fragen, denn dann w\u00fcrden die anderen denken, ich h\u00e4tte einen Schaden. 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Dann verlie\u00df ich das Hotel mit dem Gedanken, dass ich als jemand anderer zur\u00fcck k\u00e4me. Mein Puls stieg und mein Herz raste f\u00f6rmlich. Dann stand ich da, voller Vorfreude meinen Vater zum ersten Mal in meinem Leben kennen zu lernen. Auf dem gelblichem Blatt stand sein Name und das er hier wohnen w\u00fcrde. Kurz nachdem ich den Zettel las, rief er mich an und sagte, er w\u00fcrde im Umzug nach Dubai stecken und dass er zu diesem Zeitpunkt noch in Irland lebe. Ich fragte ihn, wann er nach Dubai reise, damit ich ihn dort treffen k\u00f6nnte. Seine Antwort lautete, er fliege am n\u00e4chsten Tag und somit gingen meine Reisepl\u00e4ne los, um am n\u00e4chsten Tag auch dort zu seien. Die vereinbarte Zeit war gekommen. Ich wartete auf ihn und wartete.Beim Warten konnte ich den alten Mann aus dem Flugzeug entdecken. Ich ging zu ihm und begr\u00fc\u00dfte ihn freundlich. Es ist echt ein gro\u00dfer Zufall gewesen, dass ich ihn genau jetzt in so einer gro\u00dfen Stadt wie Dubai wieder sah. Ich fragte ihn, wie es ihm ginge und warum er genau dort war, wo ich war. Seine Antwort war: &#8220;Ich bin hier, um meinen Sohn zu treffen, wir hatten am Telefon ausgemacht, uns hier zu treffen und uns kennen zu lernen.\u201c Wow dachte ich mir, wir trafen uns zur gleichen Zeit am gleichen Ort mit einem Verwandten, den wir noch nie sahen. \u201eDas ist ja ein Zufall\u201c, rutschte da aus mir heraus. \u201eWas ist ein Zufall?\u201c, fragte er misstrauisch nach. \u201eEhm, ich meine es ist ein Zufall, dass sie hier zum ersten Mal Ihren Sohn sehen und ich hier zum ersten Mal meinen Vater treffe und keine von unseren Verabredungen p\u00fcnktlich aufgetaucht ist. Finden Sie nicht, dass es ein wenig merkw\u00fcrdig ist?\u201c, hinterfragte ich frech. \u201eNein! Mein Sohn steckt bestimmt im Stau und meldet sich jeden Moment bei mir! 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